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Traumvelo-Spezialräder
Inhaber Andreas Seilinger Schwillacher Straße 2a 85570 Ottenhofen Tel.: 0 81 21 – 6 16 29 Fax: 0 81 21 – 43 71 84 andreas@traumvelo.de USt-ID: DE 186 875 030 |
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Liegerad-EM in Leer, Ostfriesland '09Traumvelo Chef Andreas Seilinger wird Liegerad Europameister Andreas hat gesagt, er will einmal auf dem Treppchen ganz oben stehen. Ja - und das tat er dann auch. Zielorientiert wie immer. Traumhaft karibische Temperaturen und eine lässige Camping-Situation auf dem Sportgelände von Leer sowie beste kulinarische Versorgung gaben das ideale Umfeld für Rekorde. Gratulation auch an an Christoph Hipp vom HPV Deutschland für diese tolle Veranstaltung!
hier ein paar Eindrücke vom drumrum:
Aus dem Erdinger Anzeiger:Der aktuelle Europameister auf dem Liegerad kommt aus Ottenhofen. Andreas Seilinger errang auf seinem Hightech Carbon Renner souverän den Titel im Norddeutschen Leer. So mancher Landkreisbürger wird sich schon verblüfft nach dem ungewöhnlichen Gefährt umgedreht haben, das da beeindruckend zügig über Erdings Strassen huscht. „Ich trainiere viel im Erdinger Umland. Besonders die Gegend um den Flughafen mit Erdinger und Freisinger Moos bietet schnelle Strecken, auf denen ich über längere Zeit mit Geschwindigkeiten um die 50km/h unterwegs sein kann“ so Seilinger. „Aber auch das Holzland mit seiner lebhaften Topografie und den vielen knackigen Anstiegen bietet mir die Möglichkeit, neben Ausdauer auch die Muskelkraft für Sprints zu verbessern“. Ideale Voraussetzungen also für eine gute Vorbereitung. Mit Profi-Sport hat das allerdings eher am Rande etwas zu tun. „Als Inhaber eines der grössten Fachgeschäfte für Liege- und Spezialräder im deutschsprachigen Raum bin ich auf dem Gebiet zwar tatsächlich absoluter Profi. Was den Sport betrifft, bewegt sich das gesamte gut 200 Mann und Frau starke Teilnehmerfeld einer Em oder WM allerdings eher auf gehobenem Hobbyniveau. 6-8000 Trainingskilometer im Jahr müssen bei mir ausreichen, mehr lässt unser Geschäft nicht zu. Allerdings gibt es durchaus Starter, die das doppelte in den Beinen haben.“ Gestartet wird bei den Liegerädern in den Klassen Unverkleidet, Teil- und Vollverkleidet. Seilinger holte sich den Titel in der Klasse der Teilverkleideten. Diese Räder sind wegen der verbesserten Aerodynamik bereits sehr schnell aber trotzdem noch auf öffentlichen Strassen gut fahrbar, was wegen der hohen Seitenwindanfälligkeit für die vollverkleideten Raketen nicht mehr gilt. Sein Liegerenner ist ein Vollcarbon Schmuckstück aus einer kleinen Schweizer Edelschmiede. „ Alles feinste und mit viel Liebe durchgeführte Handarbeit. Die Bauzeit beträgt daher 3-4 Wochen Vollzeitarbeit, bei der allmählich aus Kohle- und Kevlarfasermatten ein Kunstwerk auf zwei Rädern entsteht. Am Ende wird das edle Renngerät mit den schönen aerodynamischen Kurven in 6-8 Stunden Feinarbeit zusammen mit dem Kunden noch perfekt an den jeweiligen Fahrer angepasst. Derzeit wirklich das Feinste, was der Markt zu bieten hat, was sich auch in den Fahrleistungen niederschlägt. „Mein bisheriger Bestwert über die Stunde Einzelzeitfahren liegt bei 48km/h Durchschnittsgeschwindigkeit“, so Seilinger. „Das ist für einen alten Mann mit 40 Jahren gar nicht mal so schlecht“, fügt er schmunzelnd hinzu. Bei der EM in Leer wurde der Titel über 3 Renntage verteilt in verschiedenen Einzelrennen ausgefahren: 100km Kriterium, 200m Sprint mit fliegendem Start und ein einstündiges Kriterium in der Leeraner Innenstadt. „Nachdem mir bei der WM im Juni im Niederländischen Tilburg der Titel über die 200m in letzter Sekunde vor der Nase weggeschnappt wurde, war ich wirklich heiss, nochmal nach oben auf´s Treppchen zu kommen. Das waren andere allerdings auch“ resümiert der Ottenhofener. „Besonders das Innenstadtkriterium zum Abschluss des Rennwochenendes war ein harter Brocken. Von Anfang an wurde in der etwa 15 Mann starken Spitzengruppe mit Geschwindigkeiten bis 60km/h sehr hart gefahren. Ich konnte mich in Zwischenspurts zwar immer wieder gut absetzen, letztendlich entschied sich das Rennen aber doch im Sprint auf den letzten 500 Metern. Hier verliessen meinen schärfsten Rivalen Niels van der Waal aus den Niederlanden die entscheidenden 10 Sekunden früher die Kräfte. Am Ende stand ein 47er Schnitt auf dem Tacho, was von einem wirklich schnellen Rennen zeugt, da es auf dem 1,7km langen Rundkurs auch noch 2 Kurven gab, die nicht voll genommen werden konnten“ Somit standen in der Endabrechnung gleich drei erste Plätze für Seilinger in der Wertung, denn auch die 4 Stunden und den 200m Sprint hatte er für sich entschieden. Daher gab es also keine Zweifel, wer 2009 Europas schnellster Liegeradler ist. Zum Feiern blieb allerdings wenig Zeit. „Es ist nicht einfach als Inhaber ein Fahrradladens während der Saison auch noch aktiv am Europäischen Renngeschehen teilzunehmen“, resümiert Seilinger. „Die Kunden warten, wenn der Laden mal einige Tage geschlossen bleibt. Schliesslich haben inzwischen viele erkannt, daß man mit Liegerädern nicht nur schnell, sondern vor allem äusserst komfortabel ohne jegliche Beschwerden unterwegs sein kann. Aber diesen Spaß an Rennen teilzunehmen, will ich mir einfach genehmigen.“ So werden sich also auch in Zukunft immer wieder verdutzte Autofahrer fragen, ob ihr Tacho richtig geeicht ist, wenn sie auf den gelben Renner aus Ottenhofen treffen. |
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